Astrología

Element Erde

Das Element Erde ist eines der vier klassischen Elemente. Es repräsentiert die feste Materie, die Stabilität, die Geduld, die praktische Produktivität, die Wurzeln, die Sinnlichkeit und alles, was im Konkreten trägt. Es ist das dichteste der vier Elemente.

Ursprung und Tradition

In der klassischen griechischen Weltanschauung ist die Erde das schwerste und kälteste Element, dem leichten und heißen Feuer entgegengesetzt. Sie ist das tragende Element: das, was der Wirklichkeit eine stabile Form gibt. In vielen Mythologien ist die Erde eine ursprüngliche Muttergöttin: die griechische Gaia, die andine Pachamama, die römische Terra Mater, die hinduistische Prithvi. Der Körper, aus dem alles geboren wird und zu dem alles zurückkehrt.

In der mittelalterlichen Alchemie repräsentiert die Erde die rohe Materie, die gereinigt und transformiert werden muss, um das verborgene Gold zu offenbaren. In der Kabbala entspricht sie Malkuth, der Sephira des materiellen Königreichs und der endgültigen Manifestation des göttlichen Flusses. Das Irdische steht nicht im Gegensatz zum Spirituellen: es ist seine sichtbare Inkarnation.

Erde im Tierkreis und im Tarot

In der Astrologie sind die Erdzeichen Stier, Jungfrau und Steinbock. Sie teilen sich Eigenschaften: Praktikabilität, Geduld, Ausdauer, Sinn fürs Detail, die Fähigkeit, langfristig zu bauen, feste Wurzeln, Sinnlichkeit. Menschen mit vielen Planeten in Erdzeichen neigen dazu, zuverlässig, geduldig, produktiv zu sein. Ihr Schatten: Sturheit, Materialismus, übermäßige Langsamkeit, Veränderungsabneigung.

Im Tarot wird die Erde mit der Farbe der Münzen in Verbindung gebracht: die Karten des Geldes, der Arbeit, des Besitzes, der körperlichen Gesundheit, der materiellen Ressourcen. In der Wicca wird die Erde im Norden des Altars angerufen und mit Salz, Gartenerde oder Steinen dargestellt. Zu ihren Entsprechungen gehören der späte Winter, die Nacht, die Farben Grün oder Ocker, die Tiere des Waldes und der Höhle, die Wurzelkräuter (Ingwer, Malvenwurzel).

Wie du mit der Erde arbeitest

Wenn dir Erde fehlt, umfassen die Praktiken zu ihrer Kultivierung Kontakt mit der Natur, Gartenarbeit, dichte Speisen kochen, Dinge mit den Händen tun (Töpfern, Tischlerei, Weben), mehr ruhen, sparen und das Materielle organisieren. Wenn du einen Überschuss an Erde hast, ist es ratsam, ihn mit Praktiken der Luft (Lesen, Reisen, Konversation) und des Feuers (intensives Training, kleine Risiken) auszugleichen.

También conocido como

  • Gē (Griechisch)
  • Terra (Latein)
  • Materie
  • Boden

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