Astrología

Mondkalender

Der Mondkalender ist das Zeitmesssystem, das auf den Zyklen des Mondes beruht, insbesondere auf seinen Phasen (Neumond, zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond) und seinem Lauf durch die zwölf Tierkreiszeichen. Historisch war er der primäre Kalender der Menschheit vor dem Sonnenkalender.

Historischer Ursprung

Der Mondkalender ist der älteste, den die Menschheit kennt. Das Wort "Monat" leitet sich in vielen Sprachen vom Wort "Mond" ab (lateinisch mensis, englisch moon/month, deutsch Mond/Monat). Der synodische Mondzyklus dauert 29,5 Tage, was den ersten Ackerbau-, Fischerei- und Religionsritualen den Rhythmus gab.

Der hebräische, der islamische, der traditionelle chinesische, der buddhistische und viele weitere Kalender beruhen auf Mondphasen. Der ursprüngliche römische Kalender war ein Mondkalender; Julius Cäsar wandelte ihn 46 v. Chr. in einen Sonnenkalender um (julianischer Kalender), der später durch Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 reformiert wurde (gregorianischer Kalender, den wir heute verwenden). Aber der Mond hörte nie auf, den emotionalen, landwirtschaftlichen und rituellen Rhythmus des menschlichen Lebens zu prägen.

Die vier Phasen

Neumond: Anfang, Absicht, Saat. Zunehmender Halbmond: Handlung, Anstrengung, Aufbau. Vollmond: Höhepunkt, Manifestation, Klarheit. Abnehmender Halbmond: Abschluss, Loslassen, Integration. Jede Phase dauert etwa 7 Tage. Zwischen den Phasen gibt es Untermomente: der zunehmende Mond reicht von Neumond bis Vollmond; der abnehmende vom Vollmond bis Neumond.

Neben der Phase ist auch das Zeichen, in dem der Mond steht, wichtig: es wechselt alle 2-3 Tage. Mond im Widder: Tage der Initiative und des Handelns. Mond im Stier: Tage für materielle Angelegenheiten und sinnlichen Genuss. Mond in den Zwillingen: Kommunikation, Begegnungen. Und so weiter mit allen zwölf. Die Verbindung von Phase + Zeichen ergibt einen Kompass des emotionalen Klimas jedes Tages — nützlich zur Planung.

Praktische Anwendung

Die landwirtschaftliche und volkstümliche Tradition nutzt den Mondkalender für viele Entscheidungen: zunehmender Mond zum Aussäen, zum Haareschneiden, wenn sie schnell wachsen sollen, zum Beginn von Behandlungen. Abnehmender Mond zum Ernten, zur Haarentfernung, damit die Haare schwächer nachwachsen, zum Aufgeben von Gewohnheiten, für Reinigungsdiäten. Die moderne esoterische Tradition nutzt den Neumond für Manifestationsrituale und den Vollmond für Manifestations- oder Loslass-Riten.

También conocido como

  • Lunationskalender
  • Synodischer Kalender
  • Lunar calendar

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