Der Stern (Arkanum)
Der Stern ist das große Arkanum XVII des Tarots. Er repräsentiert die Hoffnung nach dem Sturm, die göttliche Inspiration, den leuchtenden Glauben, die feine Führung und die Gaben des Himmels. Mit dem Wassermann verbunden, verkörpert er die Göttin, die ihre Wasser über die Erde gießt.
Ursprung und Symbolik
In den traditionellen Decks zeigt Der Stern eine nackte Frau, die neben einem Teich kniet und Wasser aus zwei Krügen ausgießt: einen auf die Erde, den anderen auf das Wasser. Darüber leuchtet ein achtzackiger Stern, umgeben von sieben kleineren Sternen. Die mythologischen Entsprechungen rufen Isis, Aphrodite Urania oder die Sterngöttin der esoterischen Traditionen hervor.
Der Stern erscheint nach dem Turm. Nach dem gewaltsamen Einsturz ist der Stern der erste Lichtstrahl: die Hoffnung nach dem Verlust. Die Frau ist nackt (ohne Abwehr, völlig offen), kniend (demütig), gießt Wasser aus, das zum Kreislauf zurückkehrt. Ein Bein im Wasser (das Emotionale), das andere auf der Erde (das Materielle): Integration. Der größere Stern ist das Oktogramm, ein altes initiatorisches Symbol.
Bedeutung in der Legung
Erscheinen in einer Lesung: realistische Hoffnung, sanfte Geschenke des Universums, leuchtender Glaube, Heilung nach einer Krise, kreative Inspiration, spirituelle Führung, Verbindung mit dem Göttlichen, Rückkehr des Vertrauens. Es ist eine der liebevollsten Karten des Tarots. Sie verkündet, dass nach dem Schweren eine Zeit stillen, aber wirklichen Lichts kommt.
In der Schattenseite: naive Idealisierung, die die Probleme leugnet, passives Warten ohne zu handeln, eskapistischer Glaube, der nicht hilft, das Nötige zu tun, nur vom Potenzial leben, ohne etwas zu manifestieren. Die Falle des Sterns besteht darin, Hoffnung mit leerem Warten zu verwechseln.
También conocido como
- L'Étoile
- The Star
- Die Hoffnung