Hexagramm des I Ging
Ein I-Ging-Hexagramm ist eine Figur aus sechs Linien (durchgezogen oder unterbrochen), die eine der 64 kosmischen Situationen darstellt, die im Yi Jing, dem chinesischen Buch der Wandlungen, kodifiziert sind. Jedes Hexagramm verbindet zwei Trigramme aus drei Linien und besitzt einen Namen, einen Text und eine besondere symbolische Bedeutung.
Ursprung und Aufbau
Die Hexagramme haben mythische Ursprünge, die dem Kaiser Fu Xi zugeschrieben werden, dem nach der Überlieferung Entdecker der acht Grundtrigramme (Bagua) und ihrer 64 möglichen Kombinationen. Die Systematisierung des Textes des I Ging wird König Wen Wang (11. Jh. v. Chr.) und dem Herzog von Zhou zugeschrieben.
Jedes Hexagramm besteht aus sechs senkrecht übereinander gestapelten Linien. Jede Linie kann Yang (durchgezogen, ___) oder Yin (unterbrochen, _ _) sein. 2⁶ = 64 mögliche Kombinationen, das sind die 64 Hexagramme des Systems. Die Linien werden von unten nach oben gelesen: Die erste Linie (die unterste) ist Anfang oder Grundlage der Situation; die sechste Linie (die oberste) ist die Vollendung.
Bekannteste Hexagramme
Hexagramm 1 (Qian, das Schöpferische): sechs Yang-Linien, reine Energie des Himmels. Hexagramm 2 (Kun, das Empfangende): sechs Yin-Linien, reine Empfänglichkeit der Erde. Hexagramm 11 (Tai, der Friede): Himmel unten, Erde oben – Harmonie. Hexagramm 12 (Pi, die Stockung): Erde unten, Himmel oben – Disharmonie.
Weitere wichtige: 29 (Kan, das Abgründige): Gefahr und Prüfung. 30 (Li, das Haftende): leuchtende Klarheit. 49 (Ge, die Umwälzung): Wechsel des Zyklus. 52 (Ken, das Stillehalten): innehalten, um nach innen zu schauen. 63 und 64: Schließungen und Öffnungen. Die Tradition unterscheidet die "wandelnden Linien": Wenn beim Wurf eine Linie "in Bewegung" ist, erzeugt sie ein zweites Hexagramm (das "zukünftige Hexagramm"), das zeigt, wohin sich die Situation wandelt.
También conocido como
- Sechsliniges Gua
- 六十四卦
- Hexagram