Aura
Die Aura ist das feinstoffliche Energiefeld, das nach den esoterischen Traditionen jedes Lebewesen umgibt. Sie wird gewöhnlich als ein farbiges Licht aus mehreren Schichten beschrieben, jede verbunden mit einem körperlichen, emotionalen, mentalen oder spirituellen Aspekt der Person.
Herkunft und Etymologie
Das Wort "Aura" kommt vom griechischen aura ("Brise, Hauch"), aus derselben indoeuropäischen Wurzel wie das sanskritische vata (Wind) und das lateinische aer (Luft). In den alten spirituellen Traditionen erscheint die Idee eines "Lebensatems", der das Lebewesen umgibt, unter verschiedenen Namen: Prana im Hinduismus, Chi/Qi im chinesischen Daoismus, Ki im japanischen Shintoismus, Pneuma in der griechischen Philosophie, Ruach in der hebräischen Kabbala.
Die moderne Auffassung der Aura als "farbiges Licht aus mehreren Schichten" wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die Theosophie (Helena Blavatsky, Charles Leadbeater) und den Spiritismus populär. Die Kirlian-Fotografie, in den 1930er Jahren in der UdSSR entwickelt, nährte den Glauben, dass die Aura fotografisch erfasst werden könne, obwohl die meisten Wissenschaftler ihre Bilder elektrischen Phänomenen auf feuchten Oberflächen zuschreiben, nicht einem realen bioenergetischen Feld.
Die Schichten und Farben der Aura
In der klassischen theosophischen Tradition besitzt die Aura sieben konzentrische Schichten: ätherisch (am nächsten am Körper, körperliche Gesundheit), emotional (Gefühle), niederes Mental (alltägliche Gedanken), astral (Bindungen), höheres Mental (Überzeugungen), kausal (Seele) und atmisch (das Göttliche). Jede Schicht kann von geschulten Hellsichtigen wahrgenommen werden.
Die Auraffarben haben Bedeutungen nach einem überlieferten Schlüssel: rot (Vitalität, Leidenschaft), orange (Kreativität), gelb (Intellekt), grün (Heilung), blau (Frieden, Kommunikation), indigo (Intuition), violett (Spiritualität), weiß (Reinheit), gold (göttliche Verbindung), schwarz oder grau (Schwere, Blockaden). Eine "trübe Aura" deutet auf schlechte Gesundheit oder Ungleichgewicht hin; eine "klare Aura" auf gute Energie.
Aurareinigung
In den energetischen Praktiken spricht man davon, "die Aura zu reinigen" nach belastenden Ereignissen, Kontakten mit toxischen Menschen oder dichten Umgebungen. Traditionelle Methoden: Salzbäder, Räucherungen mit Salbei oder Palo Santo, Visualisierung umhüllenden weißen Lichts, Naturkontakt, echte Ruhe, Praktiken wie Reiki. Auch wenn die Wissenschaft die Existenz der Aura als messbares Feld nicht bestätigt, haben die Praktiken, die sie "reinigen", meist reale psychologische Wirkungen auf jene, die sie ausführen.
También conocido como
- Bioenergetisches Feld
- Heiligenschein
- Aureole
- Feinstofflicher Körper